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Über

kein detaillierter steckbrief. einige zeilen warum ich schreiben will, das schon lange tue, wieder erlernt habe.

heloisa? nur wenn ich schreibe. geboren vor 10 jahren, zwischenzeitlich verstummt, mittlerweile hat sie wieder gelernt zu "reden", also zu schreiben. vor 22 jahren schockiert angefangen erlebnisse in gedichten festzuhalten, heloisa deswegen weil mich der name fasziniert. abgeleitet von heloisé......ich schreibe um leben zu spüren, leben fest zu halten. erinnerungen fest zu halten. und mich am ende zu fragen weshalb.....

 

Alter: 38
 



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seite an seite

du denkst wir beide,
seite an seite,
gehen den gleichen weg?
und das leben, deines und meines,
ist so gut wie eins?
doch, spürste du nicht den wahnsinn
in meiner schwarzen seele,
kannst du es nicht fühlen
das eis,
das mein inneres verbrennt?

wie soll ich dich wärmen?
wenn mein feuer doch verloschen ist,
wie soll ich deine hand ergreifen,
alles an mir ist erstarrt.....

verzeih´mir geliebter,
ich muß gehen diesen weg
durch schatten und wahnsinn,
dich verlassen,
um am ende endlich in mir selbst zu bestehen.
21.12.07 20:49


Getrennte Straßen

wie kannst du mir in die augen sehen
ohne die leere zu erkennen,
wie kannst du mir die hand reichen
ohne die distanz zu schauen,
geliebter,
wie kannst du nur überleben
über dem abgrund......
vergessen lassen kann ich dich nicht,
mit dir die wegstrecke gehen kann ich nicht,
überleben am abgrund kann ich nicht,
verlassen kann ich dich nicht,
und so fließt die zeit dahin.....doch deine hand fassen
und mit dir gehen
werde ich nicht .

21.12.07 20:45


Davon Treiben


In endlosen Tiefen ertrinken,
spüren,
der Strom des lebens reißt mich mit
in den tiefen Ozean
seligen Vergessens.
Endlich ruhen,
die Seele spürt nichts als Stille
und Eintracht.
Reise beendet?
Angekommen?
Was soll ich, wohin soll ich gehen
wenn ich doch nur treiben will
in diese endlose Tiefe
die mich versteckt vor der Welt?
Nur entkommen, nur abtauchen
und Frieden finden will ich,
in diesem, meinem Strudel aus Vergessen...
21.12.07 20:36


Steinigung



Nimmst Du den größten
aller Steine,
wiegst ihn in Deiner Hand
und prüfst
ob seine Kraft auch ausreicht,
dann hole aus
und werfe so weit Du kannst
den Stein von Dir,
auf daß er durch die Lüfte fliege,
die Winde durchteile
und mich endlich treffe,
am tiefsten Punkt meiner Seele,
damit sie endlich ruhen kann
.
21.12.07 20:30


Psyche und Thanatos


"Verzeih´mir Geliebter,ich bedaure dein Aufkommen, aber noch kann ich dich nicht begleiten, ich kann diesen Ort noch nicht verlassen.",sagte die Seele zum Schlaf.
Sie war verwundert über sein Aufkommen,darüber, einfach so, jetzt hervorzutreten, ohne daß sie ihn brauchen konnte oder sie nach ihm gerufen hatte.
Er kam einfach so, die Seele zum Schlafe zu holen und wollte sie bedecken.......aber nein. Dafür war sie nicht bereit.
Also sagte der Schlaf zu ihr: "Nennst mich Geliebter und vertreibst mich, wie paßt das zusammen?"
Ohne lange zu überlegen sagte die Seele:"Mich mit dir zu vereinen würde Ruhe bedeuten.Ruhe und Stillstand und fehlende Zeit zum Denken, und ich muß so sehr viel denkend tun."
Und daraufhin erwiderte der Schlaf:" Nun Seele, bei all deinem denkenden Tun kann ich dich nicht stützen.Da ich keine halben Sachen mache ist es wohl sinnvoller wieder zu gehen."
Und damit verschwand der Schlaf vorübergehend, verärgert über die Ablehnung.
Endlich begann die Seele zu werken.
Nicht ganz in bester Verfassung, dachte sie sich Länder in allen möglichen Farbschattierungen, reinste Paradiese der Harmonie, sie dachte Blumenwiesen und allerlei Geschöpfe um an Land, in der Luft und im Wasser zu leben.Sie dachte viele Pflanzen die Geschöpfe zu ernähren, sie dachte sich Himmel und Erde, Weltall und Gestirne für ihre Welt.
Voller Tatendrang erdachte und erschuf sie alles.
Wieder kam der Schlaf und wollte sie sanft bedecken. Wieder verneinte die Seele."nein, noch darf ich nicht ruhen.Meine Welt muß vollkommen sein." Und der Schlaf ging davon.
Verletzt über den Starrsinn der Seele zog er sich von ihr zurück, ohne die Verschmähung jemals zu vergessen.
So vergingen Jahre. Die Seele dachte weitere Welten, ihre ganz eigenen, mit ihren Gesetzen die die Lebewesen befolgen sollten.
Sie schuf Pflanzen und Geschöpfe in solcher Vielfalt und Intensität, daß sie nicht spürte wie die eigene Kraft versiegte.
Jedes Gestirn hatte einen Namen, jedes Geschöpf, jede Pflanze. Und endlich war ihre Welt perfekt.
Zufrieden, aber ungeachtet der Zeit, legte die Seele sich nieder und wartete auf ihren Geliebten, den Schlaf.
Doch dieser kam nicht.
Psyche blieb allein in ihrer selbst erwählten, tiefen Erschöpfung. Alles was sie erdacht hatte war perfekt, doch oh.....zu welchem Preis erkannte sie erst jetzt.Ihre schützende Hülle war zerbrochen, ihre schaffenden Gedanken erlahmt und erschöpft. Hungernd und durstend und nach Schlaf suchend spürte sie die Nähe des Anderen.
Sie hatte ihn verschmäht, den Schlaf, und jetzt war sie schwach und schutzlos Thanatos ausgeliefert.
Psyche machte sich widerwillig bereit; verabschiedete sich von der Welt die sie erdacht hatte und legte sich nieder.
Und sie wartete.
Nach kurzer Zeit schon kam er herangepirscht, langsam erst, doch unaufhaltsam. Er nahm Psyche jedes Gefühl der Schwere und Kälte ab. Innerhalb seiner Grenzen war sie warm und tot, tot und frei.
Die Welt die sie erdacht hatte lebt weiter, und auch Psyche lebt weiter, weit entfernt von dem verschmähten Geliebten, tief und unentrinnbar in Thanatos Armen.

21.12.07 20:17


irr

was starrst du mit irren augen

in die welt?

wunderst dich daß sie nicht

still steht

und siehst im chaos

doch nur dich selbst...

wohin gehen,

was denn suchen

wenn dein selbst verloren ist? 

denkst du lebst,

tag für tag,

und drehst dich doch nur um die achse

deiner selbst. 

armer irrer,

mensch genannt.

starrst in die leere

und suchst noch immer den sinn,

nicht wissend

daß er längst in dir erstorben ist.

23.5.07 22:06


blick zurück

(aus der sicht des augenblicks)

-1-

dich zu lieben

wie du es verdient hast,

hieß das zu verraten

woran dein glaube fest hielt,

woran mein glaube fest hielt,

und dich zu lieben

hieß alles zu geben

und alles zu sein

was du in deinen träumen greifen wolltest.

doch zu tief

war die schlucht zwischen uns,

zu tief die wunde der vergangenheit

in dir und mir....

was sonst konnte ich dir geben

als ruinen des glücks

und was sonst sollte ich hinterlassen

als wüste wo unsere liebe war....

lebe, verlorener gefährte,

lebe als wäre alles zu ende

und finde deine träume wieder

die ich dir stahl.

16.5.07 02:01


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