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Über

kein detaillierter steckbrief. einige zeilen warum ich schreiben will, das schon lange tue, wieder erlernt habe.

heloisa? nur wenn ich schreibe. geboren vor 10 jahren, zwischenzeitlich verstummt, mittlerweile hat sie wieder gelernt zu "reden", also zu schreiben. vor 22 jahren schockiert angefangen erlebnisse in gedichten festzuhalten, heloisa deswegen weil mich der name fasziniert. abgeleitet von heloisé......ich schreibe um leben zu spüren, leben fest zu halten. erinnerungen fest zu halten. und mich am ende zu fragen weshalb.....

 

Alter: 38
 



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Fragmente-in einer Winternacht

-1-

Noch immer sehe ich im Winter

Dein Gesicht

in jeder Flocke weißen Schnees,

in jedem Silberkristall aus Eis.

Deine Gestalt

so kalt, so erfrierend

und erschreckend schön zugleich...

Beim Tanz im Schnee

nach Worten suchend

und sie doch nicht findend

um zu beschreiben

diese Welt...

in jedem Winter erneut verloren

und wieder gefunden,

das Gesicht der unvergänglichen Liebe

zum Tod.

-2-

Was sonst kann ich tun

als zu gehen und zu fliehen

aus dem Palast unsrer

kleinen, erschaffenen Welt?

Allen Schmerz zusammen gebündelt

und ihn vergraben

als ich Dich erblickte,

doch gleich einem Samen

ist er gewachsen,

zurückgekehrt in den Garten unsrer Liebe...

Wie soll ich gehen und fliehen,

wohin,

was ist zu tun in diesen Momenten

des Dunkels....

Du, mein Licht

und doch mein Gefängnis,

wie soll ich Dich verlassen

wenn Du doch mein Selbst

in Deinen Händen hälst?

-3-

Hinter dicken Nebelschwaden verborgen

und doch sichtbar

weilst du und wartest

auf ein Erscheinen...

kannst es nicht halten

wenn es endlich da ist,

willst es nicht missen

wenn es weg ist,

Du verlangst und stößt zugleich von dir,

willst Teile von mir

aber eben nicht alle....

also zerstückel´mich,

nimm was du willst von Geist,

von Seele,

und verschone den Rest

wenn Du verschwindest im Nebel.

27.1.07 21:49


in die normen gepresst

wie in ein korsett

hilf mir mich zu befreien

aus der enge und allem übel des verstandes

aufdiktierte illusion

mich glauben gemacht

es macht sinn

den sinn zu suchen

doch wo soll ich sinn finden

in einer welt des chaos

verzeiht mir

vater

mutter

alles was verziehen werden soll

dies ist nicht meine welt

nicht mein traum

der zu leben bestimmt ist

alle freiheit

freier wille starb mit dem eintritt

in diese welt 

 

3.11.06 02:21


 

ZIELLOS am 03.11. 

ein schrei

grell und doch zugleich stumm

erzittert die wände der lungen

ein schmerz wie von gift

das die arterien entlangfließt

zu den windungen des hirns

wahnsinn der die dunkle seele

erhellt

und quält,

brennt wie feuer

wie ein reißender fluß

die tränenflut aus den augen

und die gewalt des selbst

zerfetzt die weiche,weiße haut

blut

nur blut als zeichen der ruhe und

des lebens

und in all den träumen

nur das alte, irre flüstern

noch immer weilt er in mir

dämon, böser traum

hast mich nie vergessen

und besuchst mich wenn ich liege

in schlafes armen

wie wahnsinnig muß eine

liebe sein

die diese, meine hölle

und alle wildnis in mir überlebt 

 

3.11.06 02:16


02.11.

sommer-verloren

 

das dunkel hat sich geneigt

über die erde

auf der meine füße noch gestern wandelten und

der sonne strahlen teilten

wohin bist du geeilt, sommer,

hast mich verlassen, einmal mehr,

mit dir gegangen die wärme,das licht

was zurückkehrt ist dunkel

kälte

jahr aus

jahr ein

das glaiche spiel

gedanken lähmen mein tun

wie die kälte mich lähmt

an jedem neuen wintertag

wo bist du sommer.....

licht....

könnte ich dich doch nur fassen

und mit dir gehen

doch wie du

würde ich nicht wieder kehren

und mich in kälte wandeln 

2.11.06 19:53


ein tag wieder vorbei.woher wissen ob er sinnvoll war...ich werde wohl einige zeilen schreiben und mich dann entscheiden. ich habe nichts getan heute; rumgelegen und gedöst, und frage mich jetzt wieder warum sich immer tausend dinge vornehmen, ich kenne mich, weiß doch wie faul ich sein kann.....besonders an tagen wie diesen.

nun denn, welchen sinn hat es überhaupt sich hinzusetzen und zu schreiben, ich erkenne so oft keinen. atmen, essen, trinken, das waren meine aktivitäten heute, und wieder erkenne ich daß ich keinen sinn finde wenn ich ihn suche, sinn scheint einfach zu sein eben zu "sein",in welcher form auch immer. ob das was ich erlebe, fühle, real ist? ich frage mich so oft ob meine realität überhaupt existiert, oder ob ich es wirklich ganz einfach ändern könnte durch mein verändertes verhalten, durch andere gedanken die den taten voraus gehen, oder ob sich die realität schon ändert durch mein anderes empfinden. ich empfand mein leben gestern als euphorisch schön, heute ist es eher ein langweiliger abklatsch von gestern........also, wozu das ganze. gedanken die mich nicht weiter bringen, und trotzdem trage ich sie tag für tag nach außen.

ein leben sollte meiner meinung nach nie stagnieren, nie stehen bleiben; alles ändert sich doch ständig, wandelt sich, und ich war immer schon der meinung daß sollte jedes individuum auch tun.

ja, so weit, so gut.

ich ändere mich eindeutig zu oft. besser, mein leben ändert sich allzu oft. am ende eines jeden tages betrachte ich wie aus der ferne mich selbst und mein leben und frage, ob dies alles dem richtigen sinn folgt....

 

 

5.10.06 17:38


alle jahre wieder/07.08.

nun denn, am ende des tages wird mir bewußt daß ich es wieder vergessen habe.zum 18. mal habe ich die blumen vergessen. dabei habe ich gestern noch fest vorgenommen welche zu kaufen,ich wußte aber noch nicht genau welche.

das entscheide ich meist wenn ich sie sehe.ich weiß nur, welche ich auf keinen fall besorgen sollte, will ich unfrieden vermeiden. ja, das weiß ich seit ich ein kleines mädchen war. meist entscheide ich mich für rosen in dezenten farben, lilien weil sie meine persönlichen lieblinge sind, aber nie, niemals würde ich nelken kaufen. weil nelken sind friedhofsblumen, besonders die weißen, das hast du immer gesagt. und deswegen will ich dir keine kaufen. ich habe es also vergessen, wieder einmal.es tut mir leid, ich weiß daß du immer wert darauf gelegt hast, aber nun ist das eben so. vielleicht hätte ich auch nicht anfangen sollen darüber zu schreiben, meist endet es sowieso in dieser endlosen traurigkeit.

aber nun gut. also schreibe ich, als würde ich dir einen brief schreiben:
zu allererst: alles gute zum geburtstag......ich wünsche dir alles gute zu deinem geburtstag den ich zum 18. male ohne dich erlebe. es ist seltsam daß du nicht hier bist, nach all der zeit noch immer so als wärst du nur mal eben kurz verschwunden, und doch weiß ich nicht wie dein gesicht jetzt aussehen würde. deine augen, sicher noch immer grün, würden leuchten wenn ich dir die blumen überreichen könnte. und sicher wäre das wetter schön,und wir würden im garten feiern, und am ende dieses tages würden wir die ruhe genießen, so wie eben früher.
ja......

kein brief ist das. also ein neuer anfang:
ich wünsche dir alles liebe zum geburtstag. ich wünsche dir daß alle deine träume wahr werden, daß du freude an diesem tag genießen kannst und wir uns recht bald wieder sehen. manchmal ist es schwer vorstellbar daß wir einen teil des weges gemeinsam liefen, ich als ein teil von dir, so lange scheint es schon.....
ohne dich war es anfangs schwer, aber wir alle haben uns zusammen gerafft und es mußte eben einfach weiter gehen, das leben.ich hoffe, daß du gefunden hast was du gesucht hast,ich hoffe daß du glücklich bist. und doch ab und zu spürst, wie schmerzlich du vermißt wirst.du, als deine person. und nicht ein leerer platz in meinem leben......


nein. das ist wohl auch kein geburtstagsbrief. ich kann es nicht. kann dir nicht schreiben als würden wir uns wieder sehen, wo ich es doch nicht erahnen kann.kann dir auch nicht schreiben als wäre ich glücklich, denn ich bin es im moment nicht. im moment denke ich daran wie schlimm das für mich war, dich gehen zu lassen, dich verfallen zu sehen, täglich mehr, und ich weiß ich bin egoistisch denn ich vermisse es ein teil deines lebens sein zu können. ich vermisse es, tochter sein zu können. ich vermisse es, rat zu bekommen wenn ich einen brauche. ich vermisse es, wärme zu spüren wenn ich an zu hause denke. ich weiß nicht wie oft ich mit dir rede, nicht weiß ob du mich verstehst, wie oft ich innerlich geweint habe weil ich es einfach nicht verstanden habe wie es alles kam.
dein leben ging dahin, doch meines findet täglich wieder statt, ohne dich, und doch bist du immer ein teil davon.
nur einen seufzer lang, was sind 8 jahre mit dir gegen 18 jahre ohne dich......und noch viele werden es werden......

verzeih mir. die alten worte immer und immer wieder.
den worten folgen taten.die blumen werde ich dir morgen bringen.doch welche nur? rosen sind so lebendig, weiße rosen zu lebendig für dein kaltes grab, weiße nelken zu kalt für jedes fünkchen erinnerung......rosen für die lebenden, nelken für die toten. und lilien, weiße lilien, von lebenden herzen gebracht an einen toten ort.
nur einen seufzer lang.
8.8.06 00:05


18.07.

arbeit beendet. dienst beendet. für heute. eine alte frau ist gestürzt, zwei sind fast weggelaufen. die, die gestürzt ist, konnte ich gleich aufheben. habe es knallen hören, war im zimmer bei ihrer mitbewohnerin....habe mich nur einen moment umgedreht, dann lag sie da.

hat mich zuvor beschimpft und nach mir geschlagen (sie sollte etwas trinken), also habe ich mich gekränkt der anderen dame zugewandt und ihr den rücken zugedreht. und dann lag sie da. hat sich nchts gebrochen. nur ein bißchen blau am rücken. (aber das hat sie oft)also gut......habe sie aufgehoben. untersucht nach verletzungen. und dann wollte sie ins bett...also gut, habe dann ihrem wunsch entsprochen.

die anderen beiden fand ich nach 1 stunde suchen im park. sind wohl weggelaufen als ich im zimmer bei der "sturzfrau" war und meine kolleginnen auf den anderen wohnbereichen unterwegs.

also wieder ein tag vorbei. meine arbeit macht sinn......zumindest so lange ich mir das sage. so lange ich die augen verschließe vor all der krankheit und dem tod. so lange ich nicht in sterbende augen blicke die schon lange tot wären würde man einfach so leicht sterben dürfen in unserem land. ja, wenn ich vieles nicht sehe macht meine arbeit sinn.

bis morgen. morgen ist wieder alles anders. morgen ist ein neuer tag mit meinen alten fehlern.

18.7.06 22:20


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